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Die Allianz unterstützt mit einer großen Umwelt-Spendenaktion den Fischotter

 

Die Allianz hat eine groß angelegte Umwelt-Spendenaktion gestartet – und unser Fischotter-Projekt in der Metropolregion Hamburg ist mit dabei.

Jeder Allianz Versicherte kann mitmachen und dafür sorgen, dass für den Schutz des Fischotters gespendet wird. Das erlaubt uns, noch mehr für die gefährdeten Tiere zu tun, Moorgebiete feucht zu halten und die Zu- und Abflüsse des Schaalsees zu regulieren.

 

Weitere Informationen zur Spendenaktion und wie Sie Unterstützer werden können, finden Sie hier: 

https://www.allianz-umwelt.de/projekte/schaalsee

 

 

Das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee – Heimat für den Fischotter

 

 

Der Fischotter ist eine Leitart für klare und reine Gewässer. Durch menschliche Eingriffe hat sich der ursprüngliche Wasserstand des Schaalsees stark verändert und umliegende Moore und Feuchtwälder sind stark beeinträchtigt worden. Damit der Fischotter und andere Tierarten auch künftig hier leben können und ausreichend Nahrung finden, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Feuchtgebiete rund um den Schaalsee wieder mit mehr Wasser zu versorgen und die Wasserqualität des Schaalsees zu verbessern.

 

 

 

 

Welche Projekte wurden bisher umgesetzt:

 

2017 – Verbesserung des Wassereinlaufs an der Fischtreppe

 

Um die Zu- und Abfluss-Situation am Schaalsee zu verbessern und Hindernisse im See und den angrenzenden Gewässern zu verhindern, wurde im Juni 2015 eine Fischtreppe in der Schaale bei Zarrentin (Schaalmühle) fertiggestellt.

 

Durch diese Treppe können wandernde Fischarten wieder auf einem freien Gewässerweg vom Schaalsee bis in die Nordsee und weiter in ihre Laichgebiete schwimmen. Aufgrund eines vorhandenen Wasserkraftwerkes, welches das abfließende Wasser ableitet,  gab es in den Sommermonaten zu geringe Wassermengen. Der Wasserstand der Fischtreppe war so niedrig, dass diese nur bedingt funktionsfähig war.  

 

In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2017 wurde deshalb der Wassereinlauf der Fischtreppe optimiert und dadurch ihre Funktionsweise verbessert. Für einen unbehinderten Wasserfluss wird außerdem dreimal jährlich durch die Ranger des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe der Pflanzenaufwuchs innerhalb der Fischtreppe manuell beseitigt. Durch Reusenfänge und Elektrobefischung im Rahmen einer Effizienzkontrolle der Fischtreppe konnte bereits der Aal als wanderende Fischart nachgewiesen werden. Neben einer Verbesserung des Lebensraumes für den Fischotter wird in den kommenden Jahren von einer weiteren Verbesserung der Fischfauna und der vorkommenden Fischarten ausgegangen.

 

 

Gute Wasserstände an der Fischtreppe Schaalmühle
(Foto: E. Dornblut, Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe)

 

Ranger Torsten Wäder und Commerzbankpraktikantin Charlotte Evers bei Pflegearbeiten an der Fischtreppe
(Foto: E. Dornblut, Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe)

 

 

2018 – Ansaat von Grünland

 

Das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee hat bundesweit im Vergleich zu den insgesamt 16 Biosphärenreservaten mit fast 50 % einen besonders hohen Anteil an landwirtschaftlichen Flächen und Grünland. 

 

Der Schaalsee ist dabei von vielen intensiv bewirtschafteten, landwirtschaftlichen Flächen umgeben. Durch deren intensive Nutzung und der damit einhergehenden Düngung gelangen viele Nährstoffe in den See. Mit einer Umwandlung in extensives (wenig genutztes) Grünland möchten wir eine Nutzungsänderung bewirken und somit auch den Eintrag von Nährstoffen in den See reduzieren.

Damit möchten wir dem Fischotter weiterhin eine lebenswerte Heimat bieten. 

 

Im April wurde hierfür eine kräuterreiche Grünlandsaatgutmischung auf einer ehemals intensiven landwirtschaftlichen Fläche bei Hakendorf/Lassahn ausgesät: auf insgesamt 19 ha 335 kg Saatgutmischung. Diese Saatgutmischung ist robust gegen Weidetiere (Rinder) und wird die Artenvielfalt (vor allem Insekten) auf der Fläche verstärken.

 

Die Grünlandflächen werden die kommenden 2-3 Jahre gemäht werden, damit sich eine stabile Grasnarbe bilden kann. Danach kann die Fläche mit Weidetieren besetzt werden und eine extensive Haltung mit robusten Weidetieren erfolgen. Extensiv genutztes Weideland zeichnet sich unter anderem durch einen geringen Viehbesatz, keinen Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln, viele verschiedene Pflanzenarten, viele Insekten, Vögel, Amphibien und Säugetiere, keine Bodenbearbeitung und keine Entwässerung der Flächen aus.

 

 

…eine regionale, kräuterrreiche Saatgutmischung im Sommer
(Foto: S. Raabe, Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe)

 

Schaalseelandschaft