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Lebensräume

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See

Etwa 10 % der Fläche im Biosphärenreservat ist Wasser. Mehr als 20 Seen und Kleingewässer prägen die Landschaft und stellen einen wichtigen Biotopverbund dar. Der größte See ist mit einer Fläche von 24km² der Schaalsee. Weitere größere Seen sind der Röggeliner See, der Mechower See und der Woetzer See. Für zahlreiche Tiergruppen wie Fische, Wasservögel, Insekten und z.T. seltene Säuger wie den Fischotter sind diese Gewässer Lebensaum. Als zum Teil mesotropher See mit einer artenreichen Unterwasservegetation, naturbelassenen Flachwasserbuchten und Röhrichtflächen, bietet der Schaalsee gefährdeten Fischarten wie der Großen Maräne Lebensraum und stellt durch seine große Tiefe von bis zu 72m eine Besonderheit im norddeutschen Raum dar. Ebenso bieten eutrophen Seen, wie der Röggeliner und der Neukirchener See mit ihrem ursprünglichen Uferbewuchs Lebensraum und Brutplätze für zahlreiche Wasservögel. Gut ausgebildete Röhrichte und Uferbruchwälder stellen Pufferzonen mit wichtiger Ruhefunktion dar, wie sie z.B. für störungsempfindliche, auf den Seeflächen rastende Wasservogelarten notwendig sind. Dort treten auch artenreiche Brutvorkommen z.T. europaweit zu schützender Vogelarten wie Kranich und Rohrdommel auf. Flachwasserbereiche haben auch als Laichhabitate für Amphibien und Fische besonderen Wert. Internationale Bedeutung haben die größeren Seen im Biosphärenreservat als Rastvogelschutzgebiete für durchziehende Vogelarten wie Graugänse und Kraniche.


Teiche und Sölle

Die Kleingewässer im Schaalseegebiet sind zum großen Teil mit Wasser gefüllte eiszeitlich entstandene Sölle. Zudem finden sich zeitweilig wassergefüllte oder schwach überstaute Mulden oder Senken, die nur nach größeren Niederschlagsereignissen auftreten und danach rasch wieder austrocknen. Kleingewässer sind i. d. R. nicht tiefer als 2 m und weisen einen mit Pflanzen bewachsenen Gewässergrund auf.
Die "Schaalsee-Landschaft" wird durch zahlreiche Kleingewässer ausgezeichnet. Hervorzuheben ist dabei ihre botanische Vielfalt. Sie weisen Unterwasser, Schwimmblatt- und Röhrichtvegetation auf.
Kleingewässer besitzen als Trittsteine eine große Bedeutung für das Biotopverbundsystem. Im Schaalsee-Gebiet sind größere Bestände von Rotbauchunke und Laubfrosch keine Seltenheit. Eine weitere wichtige faunistische Gruppe stellen die Libellen mit zahlreichen bundesweit gefährdeten Arten dar. Für Vögel besitzen die Kleingewässer Bedeutung als Nahrungs- und Brutbiotop.
Für ihre ökologische Funktion ist in erster Linie die Größe, Tiefe, der Bewuchs, die Wasserqualität sowie die Lage (umgebende Nutzung, Gewässerdichte, Entfernung zu Wäldern) von Bedeutung, die Entstehung der Gewässer ist sekundär.
Viele der Kleingewässer liegen inmitten ausgeräumter Ackerschläge und sind nahezu ohne Pufferzone dem Eintrag von Nährstoffen und Schadstoffen aus der landwirtschaftlichen Nutzung ausgesetzt und daher häufig stark eutrophiert.

Seen, Teiche und Sölle
Schaalseelandschaft