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Tiere

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Libellen


Durch ihre Größe, die bunte Färbung und die auffällige Flugweise, fallen Libellen wohl jedem aufmerksamen Beobachter in der gewässerreichen Landschaft des Biosphärenreservates auf. Libellen sind eng an Biotope gebunden, in denen ihre Reproduktion möglich ist. Der Typ des zur Fortpflanzung bevorzugten Gewässers ist artspezifisch. Neben Fließgewässerarten sind Arten der Stillgewässer sowie Arten, die auf temporäre Gewässer angewiesen sind, anzutreffen. Die flugaktiveren Großlibellen (Anisopteren) sind im Gegensatz zu den Kleinlibellen (Zygopteren) aber in der Lage größere Distanzen zurück zu legen und können so auch weitab von Gewässern angetroffen werden.

Etwa 80 Libellenarten wurden bisher in Deutschland nachgewiesen. In der Schaalsee-Landschaft gelangen bisher Nachweise von insgesamt 50 Libellenarten. Davon sind 36 Arten nach den Roten Listen von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein oder der BRD zumindest als „gefährdet“ eingestuft. Von besonderer und überregionaler Bedeutung sind Moorgebiete, in denen stark spezialisierte und zum Teil hochgradig gefährdete Arten vorkommen. Dazu gehören z. B. Östliche Moosjungfer (Leucorrhinia albifrons), Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia), Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), Hochmoor-Mosaikjungfer (Aeshna subarctica), Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) und Gefleckte Smaragdlibelle (Somatochlora flavomaculata). An den Fließgewässern Schaale, Schilde und Hammerbach kommen z.B. die Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) und die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) vor.