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Tiere

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Reptilien


Im Biosphärenreservat Schaalsee leben fünf Reptilienarten: Ringelnatter, Kreuzotter, Blindschleiche, Waldeidechse und Zauneidechse:

Ringelnatter (Natrix natrix)

Die Ringelnatter ist im Biosphärenreservat Schaalsee weit verbreitet. Sie lebt vorzugsweise in Wassernähe. Typische Lebensräume sind Verlandungszonen stehender Gewässer, extensiv genutzte Weihergebiete, Altwasser sowie langsam fließende Bäche und Gräben. Auch Sumpfgebiete und Moore werden besiedelt. Oft werden jedoch Einzelexemplare weitab von Gewässern angetroffen.

Kreuzotter (Vipera berus)

Die Kreuzotter lebt sehr heimlich, deshalb wird ihr Bestand oft unterschätzt. Im Biosphärenreservat ist sie fragmentarisch verbreitet. Sie gilt als wenig mobil und standorttreu. Die meisten Nachweise liegen in Moorgebieten und im Bereich feuchter Biotope am ehemaligen Grenzstreifen.

Blindschleiche (Anguis fragilis)

Die meist dämmerungsaktive Blindschleiche ist im Gebiet weit verbreitet, aber nirgends häufig. Nachweise stammen von halboffenen, trockenen Ruderalstandorten, Moorbereichen, Waldrändern und häufig von Wegrandböschungen. Die Blindschleiche ist stark durch den Straßenverkehr gefährdet, da sie in der Dämmerung Straßen gern zur Nahrungsaufnahme (Regenwürmer und Nacktschnecken) und am Tage zum Sonnen aufsucht.

Waldeidechse (Lacerta vivipara)

Diese Art ist lebendgebärend. Im Vergleich zu anderen Reptilienarten ist sie relativ kältetolerant und vermag deshalb auch Höhenlagen, Feuchtgebiete und halbschattige Areale zu besiedeln. Die Nachweise im Biosphärenreservat stammen meist aus halboffenen Habitaten, aus Mooren und von Waldwegen. Aber auch trockene, sandige Bereiche werden besiedelt. Sie ist allgemein verbreitet, aber nirgends häufig.

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Aus dem Biosphärenreservat gibt es nur wenige Nachweise.
Die Zauneidechse ist an warme und trockene Kleinhabitate mit mäßiger Vegetation und sandigem Untergrund gebunden. Dazu gehören sonnenexponierte Böschungen, Kiesgrubenhänge und Bahndämme. In ganz Mecklenburg-Vorpommern ist die Art stark gefährdet.