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Tiere

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Tagschmetterlinge


Aufgrund ihrer engen Abhängigkeit von den verschiedenen Lebensraumqualitäten reagieren Tagfalter empfindlich auf Habitatveränderungen und sind gute Indikatoren zur ökologischen Bewertung von Landschaften. Die für die Tagfalterfauna wichtigsten Lebensraumtypen im Schaalseegebiet sind Trockenrasenhabitate, Moorgebiete, einige Feuchtwiesen sowie lichte offene Waldgebiete mit gut entwickelten Rändern und Säumen.

Insgesamt wurden bisher 46 Tagfalter- sowie 3 Zygaeniden-Arten (Widderchen) im Biosphärenreservat nachgewiesen. Darunter befinden sich 19 Arten, die in den Roten Listen von Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein als „gefährdet“ gelten und 10 Arten, die in die Rote Liste der Bundesrepublik aufgenommen wurden. Unter den Tagfaltern der Feuchtgebiete und Moore ist besonders das Auftreten der stark gefährdeten Arten Schwarzfleckiger Dickkopffalter (Carterocephalus silvicolus), Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und Großes Wiesenvögelchen (Coenonympha tullia) bemerkenswert. An trockenere Standorte sind Scheckenfalter (Melitea cinxia), Dukaten-Feuerfalter (Lycaena virgaureae) und Ockerbindiger Samtfalter (Hipparchia semele) gebunden. Sie benötigen weitgehend offene, sonnenexponierte Standorte mit standorttypischen Raupenfutterpflanzen und einem umfangreichen Angebot an blütenreicher Vegetation.

Vom Kaisermantel (Argynnis paphia), Großem Schillerfalter (Apatura iris) und Kleinem Eisvogel (Limenitis camilla) gelangen bisher nur wenige Nachweise.