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Tiere

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Xylobionte Käfer


Ein gewisser Teil der Käfer hat sich im Laufe ihrer Evolution auf die Verwertung und Nutzung des Rohstoffs Holz spezialisiert. Dies sind die xylobionten Käfer. Der größte Teil der xylobionten Käfer ist somit an das Vorhandensein bestimmter Baumarten und an Holz in den verschiedensten Zerfallsstadien gebunden. So sind viele Arten auf die Präsenz spezieller Strukturen, auf besondere mikroklimatische Verhältnisse, auf einen bestimmten Zersetzungsgrad oder auf bestimmte Tierbauten im Holz angewiesen. Zahlreiche Käferarten sind auch an spezielle Pilze, ihre Mycelien oder Fruchtkörper gebunden.

Durch die oft sehr starke Spezialisierung hat das Vorkommen bestimmter Arten ein einem Waldgebiet eine große Aussagekraft. Diese Käfer sind Zeigerarten für die Qualität des Waldes, für die Vielseitigkeit des Angebotes an Holzsubstraten und somit für den Grad der Naturbelassenheit des Waldes. Xylobionte Käfer eignen sich deshalb hervorragend zur Bewertung von Waldlebensräumen. Die bisher erfasste Xylobionten-Fauna beherbergt zahlreiche laubwaldtypische Arten. Die mit Abstand wichtigsten Baumarten sind Buchen und Eichen. Allein an Buchen finden sich 44 gefährdete Arten. Bisher wurden im Biosphärenreservat rund 520 xylobionte Käferarten nachgewiesen. Besonders artenreich vertreten sind dabei die Kurzflügler (Staphylinidae), Borkenkäfer (Scolytidae), Glanzkäfer (Nitidulidae), Schwammkäfer (Cisidae), Schimmelkäfer (Cryptophagidae), Moderkäfer (Lathridiidae) und die Bockkäfer (Cerambycidae).