Der Naturpark Usedom reicht im Osten bis zur polnischen Grenze. Er
beeinhaltet nicht nur den größten Teil der Insel Usedom, sondern
schließt auch einen schmalen Küstenstreifen des Festlandes, die
dazwischen liegenden Wasserflächen sowie Teile des Stettiner Haffs und
des Greifswalder Boddens mit ein. Insgesamt umfasst der Naturpark
Usedom eine Fläche von etwa 800 Quadratkilometern.
Der Küstenverlauf der östlichsten deutschen Insel ist
abwechslungsreich. Zwischen Zemplin und Koserow ist Usedom weniger als
100 Meter breit. In den Buchten entwickelten sich stellenweise
Schilfgürtel, die Lebensraum einer Vielzahl von Wasservogelarten sind.
Weite Küstenabschnitte werden von Dünen gesäumt, die häufig in Form von
hintereinander gestaffelten Dünengürteln auftreten. Die sandigen Böden
der Insel und des Festlandes sind vor allem in Küstennähe bewaldet;
Hauptbaumarten sind Kiefern und Buchen. Auch im Inselinneren ist die
Landschaft mit ihren hügeligen Abschnitten und zahlreichen Seen und
Moorlandschaften vielfältig gestaltet.
Bedeutendster Wirtschaftsfaktor im Naturpark Usedom ist der
Fremdenverkehr. An Binnen- und Ostseestränden werden alle Arten von
Wassersport praktiziert. Ein dichtes Netz von Wanderwegen erschließt
den zukünftigen Naturpark. Die komplexen Zusammenhänge der Natur werden
auf Naturlehrpfaden näher gebracht. Weitere Anziehungspunkte sind das
Tropenhaus in Bansin an der südlichen Ostseeküste sowie die Sternwarte
und das Muschelmuseum im nahe gelegenen Heringsdorf.
In Mellenthin, einem Ort im Süden der Insel, sind das Wasserschloss aus
dem 16. Jahrhundert und der mit gotischen Fresken geschmückte, im 14.
Jahrhundert errichtete Chor der Dorfkirche überregional bekannt. Die im
13. Jahrhundert erbaute Kirche in Koserow an der Ostseeküste von Usedom
ist das älteste sakrale Bauwerk der Insel.
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Naturpark Usedom


