15.12.04
Neue Wege für den Fischotter
Gemeinschaftsprojekt zwischen der
deutschen Wildtierstiftung und dem Amt für das Biosphärenreservat
Schaalsee zum Schutz des Fischotters
Die Deutsche Wildtier Stiftung und das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee haben
in diesem Jahr ein gemeinsames Projekt zum Schutz des Fischotters
(Lutra lutra) gestartet. Für den Schutz des Fischotters im
Biosphärenreservat Schaalsee wurden von der Deutschen Wildtier Stiftung
20 000 € Spendengelder eingeworben. Das Geld wird für die ottergerechte
Umgestaltung von vier Brücken entlang der Schilde bei den Orten Woez,
Döbbersen, Raguth und Karft eingesetzt. Als erster Schritt wurde im
Dezember 2004 durch die Ranger der Biosphärenreservatsverwaltung mit
der ottergerechten Umgestaltung der Brücke bei Döbbersen begonnen. Eine
Konstruktion aus Eichenbohlen ermöglicht es dem Otter jetzt, die Brücke
gefahrlos zu unterqueren.
„Der Straßenverkehr zählt heute zu den Hauptgefährdungsfaktoren für den
Fischotter. Besonders Brücken stellen ein großes Problem für den
Fischotter dar. Der Otter durchschwimmt keine Brücken. Wenn also unter
Brücken kein Uferstreifen oder Ähnliches vorhanden ist, so dass der Otter zu Fuss
unter der Brücke laufen kann, weicht er auf die oft todbringende Straße
aus. Deshalb unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung das Projekt zur
otterfreundlichen Umgestaltung der Brücken an der Schilde“ sagt
Projektleiterin Margit Meergans, von der Deutschen Wildtier Stiftung.
Unser einheimischer Fischotter gehört heute in Deutschland nach der
Roten Liste der gefährdeten Tierarten zu den vom Aussterben bedrohten
Tierarten. Nur noch einige hundert Exemplare leben in unserem Land. Im
Biosphärenreservat Schaalsee kommt der Fischottern noch in kleiner aber
stabiler Populationsstärke vor. Der Fluss Schilde einschließlich seiner
Uferbereiche stellt einen wichtigen Lebensraum und ein Rückzugsgebiet
für das Tier dar. Die Schilde ist darüber hinaus ein wichtiger
Ausgangspunkt für die weitere Ausbreitung des Otters, denn der Fluss
ist Teil eines Biotopverbundes zwischen der Elbe und der
Schaalseeregion. Neben der ständigen Beschneidung der Lebensräume zählt
der Straßenverkehr zu den Hauptgefährdungsfaktoren für den Fischotter.
In dem Projekt werden an den genannten Brücken Otterstege errichtet
oder die Böschungen werden so umgestaltet, dass der Fischotter
gefahrlos die Brücke unterqueren kann. Otterverluste durch den
Straßenverkehr können so minimiert und somit eine wichtige
Voraussetzung für den Schutz und die Wiederausbreitung des Otters
geschaffen werden.
„Wir sind glücklich in der Deutschen Wildtier Stiftung einen starken
Partner gefunden zu haben, der uns die Realisierung eins so wichtigen
Naturschutzprojektes ermöglicht. Die Erhaltung der Artenvielfalt ist
von gesellschaftlichem Interesse aber staatliche Gelder sind in diesem
Bereich knapp bemessen. Stiftungsarbeit ist deshalb in der heutigen
Zeit wichtiger und wertvoller denn je „ so Klaus Jarmatz, Leiter der
Biosphärenreservatsverwaltung. Die Deutsche Wildtier Stiftung mit Sitz
in Hamburg wurde 1992 von Haymo G. Rethwisch gegründet. Seit mehr als
zehn Jahren widmet sich die Stiftung erfolgreich dem Schutz
einheimischer Wildtiere und ihrer natürlichen Lebensräume.
Kontakt Deutsche Wildtier Stiftung:
Sven Holst,
Geschäftsführer
Billbrookdeich, 21022113 Hamburg
Telefon: 040 / 73 33 93 32
Fax: 040 / 733 02 78
E-Mail:presse@DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de
Bankverbindung: HSH Nordbank
Spendenkonto 380519010, BLZ 200 500 00
Pressekontakt Deutsche Wildtier Stiftung:
Ketchum GmbH, Daniel Hußmann, Nymphenburger Str.86
80636 München
Telefon: 089 / 12 445- 158
Fax: 089 / 12 445- 114
E-Mail: daniel.hussmann@ketchum.com
Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin
Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de
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