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Pressemitteilung

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29.11.04

Orchideenwiese erhält eine 2. Chance

Auf einer kleinen Waldfläche am Röggeliner See, südlich von Klocksdorf, wird in dieser Woche mit der Umwandlung einer Waldfläche in eine Halboffenlandschaft begonnen.

Nur wenige Sträucher und Bäume werden stehen bleiben. Mit dieser Maßnahme will man einen wertvollen FFH-Lebensraum für seltene Pflanzenarten langfristig sichern. Bis in die 70er Jahre wurden die seenahen, feuchten und kalkreichen Flächen beweidet, dann erfolgte eine Bepflanzung mit Pappeln. Nur auf einem schmalen Streifen zwischen Pappelwald und Seeufer wurde durch Handmahd die Feuchtwiese mit ihrer typischen Vegetation erhalten. Als Anfang der 90iger Jahre die Pappeln gefällt und die Fläche mit jungen Eschen und Eichen bepflanzt wurde, erhielten die verdrängte Wiesenpflanzen eine zweite Chance. Durch das reichlich einfallende Licht und den geringen Wasserverbrauch der kleinen Bäume bildete sich auch hier wieder eine feuchte Pfeifengraswiese mit verschiedenen Orchideenarten. Allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum, denn in den nächsten Jahren werden die größer werdenden Bäume die lichtliebenden Pflanzen verdrängen. Die Carlower Gemeinde folgte deshalb dem Vorschlag des Amtes für das Biosphärenreservat, die Aufforstung zu Gunsten der Orchideenwiese zu beseitigen. Auch die Genehmigungen des Forstamtes und des Flächeneigentümers, dem „Zweckverband Schaalsee-Landschaft“ liegen vor. Im ersten Schritt wird über eine Beschäftigungsmaßnahme die ca. 1 Hektar große Fläche von den meisten Bäumen und Sträuchern befreit und das anfallende Schnittgut beseitigt. Später will man durch Beweidung mit Schafen und gelegentlichem Rückschnitt der Büsche dafür sorgen, dass die Fläche dauerhaft freigehalten wird. Ersatzpflanzungen für die umgewandelte Waldfläche wurden teilweise schon bei Hakendorf vorgenommen. Weitere Ersatzpflanzungen im Biosphärenreservat Schaalsee sind vorgesehen, damit keine Waldfläche verloren geht.

Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin

Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de