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Pressemitteilung

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27.01.05

Fit für den Frühling - Kopfweiden bekommen einen neuen Schnitt !

Zwischen Woez und Stöllnitz werden in dieser Woche über 40 Kopfweiden durch die Ranger des Biosphärenreservats Schaalsee gepflegt. Unterstützung erhalten sie durch Technik und Mitarbeiter des Amtes Wittenburg. Alle 2-4 Jahre müssen Kopfweiden zurückgeschnitten werden, ansonsten werden die Äste zu dick und schwer und die Bäume brechen auseinander. Werden die Bäume jedoch geschnitten, verdicken die Schnittenden nach und nach zu den charakteristischen „Köpfen“ und es entstehen jene eigenartigen Baumgestalten, die schon manchen Dichter und Maler inspiriert haben. Kopfweiden gehören zum Bild der Kulturlandschaft Mecklenburgs. Seit Jahrhunderten pflanzten Bauern sie am Rand von Feldern, Kleingewässern und Gräben oder in Überschwemmungsgebieten. Die Weiden dienten als lebende Koppelzäune, spendeten Schatten für das Vieh und lieferten Weidenruten aus denen nützliche und schöne Dinge geflochten wurde. Kopfweiden sind jedoch nicht nur praktisch und schön sondern auch ökologisch sehr wertvoll. Säugetiere wie Steinmarder, Siebenschläfer und der Fischotter nutzen die hohlen Weiden als Unterschlupf, und Vögel wie Gartenrotschwanz Zaunkönig oder Steinkauz schätzen Weiden als Nahrungs- und Brutplatz. Am bekanntesten sind Weiden jedoch als Bienenweidepflanze. Im Frühjahr, nach der Winterruhe, benötigen die Bienenvölker ein sofortiges und reiches Angebot an Nahrungs- und Baustoffen. Weiden sind dafür in Mitteleuropa durch keine andere Pflanzengruppe zu ersetzen. Aus diesem Grunde müssen die Arbeiten auch in dieser Woche abgeschlossen werden. Die Zeit drängte, denn der Gesetzgeber schreibt vor, dass Ende Januar die Baumpflege an kätzchentragenden Weiden einzustellen ist.


Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin

Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de