Bundesumweltminister besucht das Biosphärenreservat
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ist auf Sommerreise. Sie führt ihn durch Nationale Naturlandschaften, die schönsten Landschaften Deutschlands. Ziele sind neben dem Schaalsee auch das Wattenmeer, Helgoland, das Altmühltal und der Pfälzerwald. Gemeinsam mit Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Umweltstaatssekretär Dr. Harald Steegemann besuchte er am Dienstag das PAHLHUUS in Zarrentin und informierte sich hier über die Aufgaben eines UNESCO- Biosphärenreservates.
Dass es in einem Biosphärenreservat nicht nur um Naturschutz, sondern gleichberechtigt auch um nachhaltige Regionalentwicklung und naturverträglichen Tourismus geht erläuterte Amtsleiter Klaus Jarmatz in einem Rundgang durch die Ausstellung im PAHLHUUS. Bestes Beispiel dafür ist das PAHLHUUS selbst. Auch an den Wochenenden bis 18 Uhr geöffnet, können sich Besucher der Region hier über Ferienwohnungen, Gaststätten und Veranstaltungen in der Region informieren.
Auf einer Fahrt durch das Biosphärenreservat nach Kneese erlebte der Gast aus Berlin das, was auch andere Besucher an der Schaalseeregion so schätzen : abwechslungsreiche, naturnahe Kulturlandschaft. Goldene Getreidefelder wechseln ab mit Grünlandflächen auf denen die Graugänse grasen. „Schön habt ihr es hier“ erklärte der Umweltminister.
Ziel der Fahrt durch das Biosphärenreservat war der Arche-Hofdes Lebenshilfewerkes in Kneese, auf dem Menschen mit Behinderungen leben und in der Landwirtschaft arbeiten. Hier kam der Minister mit Bewohnern des Hofes und mit Inhabern der Regionalmarke „Biosphärenreservat Schaalsee – Für Leib und Seele“ ins Gespräch. Unter dem Dach der Regionalmarke werben 56 Produzenten und Dienstleister für umweltfreundliche Qualitätsprodukte aus der Region. Dazu gehören 11 land- und fischereiwirtschaftliche Unternehmen, unter anderem Produzenten von Süßwasserfisch, Schafskäse, Schweine- , Rind-, Lamm- und Schaffleisch, Gemüse, Konfitüren, Säften und Likör. Weiterhin sind in der der Produktpalette Kunst- und Handwerkerprodukte, sowie Gesundheits-, Tourismus- und Sozialangebote enthalten. Zehn Cafes undRestaurants tragen die Regionalmarke, wobei diese eine bedeutende Rolle als Multiplikatoren und Abnehmer für landwirtschaftliche Produkte einnehmen. „Mit der Regionalmarke existiert im Biosphärenreservat ein geeignetes Instrument um den UNESCO-Auftrag der nachhaltigen Regionalentwicklung umzusetzen“ erklärte Minister Backhaus seinem Gast.
Mit seiner Tour will der Bundesumweltminister die Bekanntheit der Nationalen Naturlandschaften verstärken und auf die wachsende Bedeutung intakter Natur für den Tourismus hinweisen. Er zeigte sich beeindruckt davon wie sich die Schaalseeregion in kurzer Zeitvom unbekannten Grenzgebiet zum beliebten Urlaubsgebiet entwickelt hat.
Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin
Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de


