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Pressemitteilung

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Presseinformation         14.01.2009

Fachtagung „Klima – regional im Griff“
am 14. Januar 2009, im PAHLHUUS in Zarrentin


Wie wird sich  zukünftig das Klima in der Schaalsee-Region ändern?  Was kann vor Ort für den Klimaschutz getan werden und wie können mögliche Risiken und Schäden minimiert und Chancen genutzt werden?
Mit dem Projekt „Klima – regional im Griff“, welches aus  Mitteln des Bundesumweltministeriums , des Wirtschaftsministeriums M-V, sowie des Ministeriums für Landwirtschaft Umwelt und Verbraucherschutz gefördert wird,  will das  UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.


Auf der heutigen Fachtagung „Klima – regional im Griff“  informierten sich mehr als 60 Teilnehmer, aus Gemeinden,  Institutionen und  Wirtschaft  über  erste Ergebnisse  des Projektes  und über  die Arbeitsschwerpunkte der nächsten Jahre. In seinem Grußwort forderte Minister Dr. Till Bachkaus dazu auf, die Entwicklung von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien durchaus auch als Chance zu betrachten. „Ein verbesserter Klimaschutz und die innovative Anpassung an den Klimawandel könnten durch zusätzliche Synergien, wie zum Beispiel die Erschließung neuer Beschäftigungsfelder und die Schaffung neuer Arbeitsplätze,  einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Schaalseeregion leisten“ sagte der Minister.


Durch Dirk Müller  von UmweltPlan  GmbH aus Güstrow wurde die Studie „Regionalen Bewertung des Klimawandels und Entwicklung von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien „ vorgestellt.  n dieser Studie werden die  prognostizierten Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Region prognostiziert sowie Handlungsempfehlungen, insbesondere für Tourismus,  Landwirtschaft, Naturschutz  und Energie,  erläutert. In dieser Form ist sie bisher einzigartig in Deutschland.

Besonders interessant für die anwesenden Landwirte war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Christian Gienapp , Leiter der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft u. Fischerei in Gülzow,  über die „Klimaangepasste nachhaltige Landwirtschaft.“  Die Landwirtschaft wird mittel-  und langfristig  besonders von der Klimaveränderung betroffen sein;  z.B. durch extreme Wetterlagen, Bodenerosion,  oder Wassermangel in der Landschaft.  Wenn man jedoch rechtzeitig mit gezielten Maßnahmen wie  genetischer Anpassung in der Züchtung, Änderungen in den Düngeverfahren oder Optimierung der Fruchtfolge darauf reagiere,  können die Folgen gemindert und die Wettbewerbsfähigkeit der Region sogar erhöht werden,  so Prof. Gienapp. In einem gemeinsamen Projekt von Biosphärenreservatsverwaltung  und  Landesforschungsanstalt  sollen in den nächsten 2 Jahren in ausgewählten  Betrieben des Biosphärenreservates  klimaschonende Bewirtschaftungsformen erprobt werden.   In dieses Projekt  sind landwirtschaftliche Betriebe in Kogel, Groß Molzahn und Neuhof eingebunden.

Frau Dr.  Beatrix Romberg vom Wirtschaftaftsministerium MV informierte  u.a. über die zahlreichen Fördermöglichkeiten der Bundesregierung  für innovative, klimarelevante Projekte,  die sowohl von Privatpersonen als auch von Gemeinden und Betrieben stärker genutzt werden sollten.  Infos  auch unter www.bafa.de.  


Gemeinsam mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg bewirbt sich die Biosphärenreservatsregion Schaalsee beim vom Bundesministerium für Landwirtschaft ausgeschriebenen Wettbewerb „Bioenergie Regionen“. Zielsetzung sind der Aufbau eines regionalen Netzwerkes im Bereich der Bioenergie und die Entwicklung eines nachhaltigen, regionalen Konzeptes für die Nutzung regenerativer Energien.  Im ersten Auswahlverfahren hat sich die Region gegen 210 Mitbewerber behauptet und zählt zu den 50 Regionen die in die Endauswahl kommen.  Die Entscheidung des Bundesministeriums darüber welche der dann insgesamt 25 Siegerregionen über eine Laufzeit von drei Jahren mit bis 400 000 Euro gefördert werden,  erfolgt in diesem Frühjahr.  Die Fortführung der Themen dieser Konferenz erfolgt in Form eines regionalen Klimastammtisches der vom Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft sowie der Biosphärenreservatsverwaltung  moderiert werden wird.  


Foto: Elke Dornblut
War nicht nur für Landwirte sehr interessant! Prof. Dr. Christian Gienapp informierte in einem sehr praxisnahen Vortrag über Herausforderungen und  Chancen der Klimaveränderung für die Landwirtschaft der Region.


Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin

Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de