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Pressemitteilung

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Presseinformation        20.08.2009
UNESCO Besuch am Schaalsee


Der Direktor der Abteilung für Umwelt- und Geowissenschaften und Sekretär des „Mensch und Biosphäre“-Programms (MAB) der UNESCO in Paris, Dr. Natarajan Ishwaran und die Vorsitzende des deutschen MAB-Nationalkomitees Gertrud Sahler aus Bonn besuchten am 20.August 2009 das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Am Nachmittag begrüßte Frau Greta Glas, Bürgermeisterin der Stadt Zarrentin am Schaalsee, der stellvertretende Amtsvorsteher Herr Horst Geistlinger und Frau Piontek, Leitende Verwaltungsbeamtin, die Gäste aus Paris und Bonn in den Räumen des Zarrentiner Klosters.

Anschließend folgte ein längerer sehr intensiver Informationsaustausch, an dem auch Herr Dr. Bernd Schumacher von Landwirtschaftsministerium in Schwerin, Herr Klaus Jarmatz, Leiter  der Biosphärenreservatsverwaltung, Herr Rainer Mönke, BR Schaal-see, Herr Robert Paeplow, Vorsitzender des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V. sowie Herr Andreas Lausen, Amtsleiter für Regionalentwicklung aus Gadebusch, teilnahmen.
Dr. Ishwaran hob hervor, das gerade die Biosphärenreservatsregion Schaalsee ein international sehr bedeutsames Beispiel für eine positive Regionalentwicklung ist.

Nur durch die Anerkennung als UNESCO Biosphärenreservat ist die Region Teil eines weltumspannenden Netzwerkes. Dies zahlt sich für alle Bereiche aus, auch wenn der Einzelne das oftmals nicht sofort spürt. Das es Diskussionen über die eine oder andere Fragestellung gibt sei aus seiner Sicht völlig normal, da gerade eine intensive Diskussion und ein reger Gedankenaustausch unterschiedlicher Interessenvertreter äußerst nützlich für die weitere Entwicklung in einem Biosphä-renreservat sind.
Frau Sahler betonte in ihren Ausführungen noch einmal die drei gleichrangigen Funk-tionen die ein UNESCO Biosphärenreservat hat: - Schutz der Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Ökosystemen, - Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung und eine logistische Funktion, die u. a. Forschung, Monitoring, Bildung und Öffentlich-keitsarbeit umfasst. Die Entwicklung, die die Schaalseeregion seit 1990 genommen hat, ist für die schrittweise Umsetzung dieser Funktionen ein guter Beweis. Die deutschlandweit einmalige Naturausstattung der Region bildet die Grundlage für bisher die positive Entwicklung, vor allem im touristischen Bereich. Weitere sehr positive Beispiele sind u. a. die Entwicklung im Bioenergiedorf Neuhof, die aktive Mitwirkung von Landwirten bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten, Moorschutz- und Renaturierungsprojekte, sowie unzählige Umweltbildungsprojekte und -Initiativen. Natürlich kann man noch viele Dinge verbessern und weiter entwickeln. Doch die Umsetzung ist ein langwieriger Prozess, bei dem es der Unterstützung vieler Partner und Netzwerke bedarf. Natürlich sind bei der Umsetzung der oben genannten drei Funktionen immer die landes- und bundesrechtlichen Gesetze und Verordnungen zu beachten, die im Biosphärenreservat überhaupt nicht anders sind als überall im Lande.
Frau Piontek  unterstrich noch einmal die große touristische Bedeutung die das Bio-sphärenreservat für die gesamte Region hat. Einen ganz wesentlichen Beitrag zur Stärkung der regionalen Entwicklung und zur Unterstützung der Regionalmarkenin-haber leistet der nunmehr  seit 10 Jahren regelmäßig von April bis Oktober gemeinsam mit dem Förderverein Biosphäre Schaalsee e. V. organisierte Biosphäre-Schaalsee-Markt. Auch die vielen kulturellen  Veranstaltungen, die durch das Biosphärenreservat gemeinsam mit Partnern und anderen Akteuren durchgeführt oder initiiert werden, sind kulturpolitisch  äußerst wichtig.
Dr. Schumacher betonte, dass gerade das Biosphärenreservat Schaalsee mit seiner Vielfalt und Infrastruktur praktisch modellhaft ganz Mecklenburg-Vorpommern im Kleinen repräsentiere, ausgenommen natürlich die Küstenregion. Das Land bemüht sich administrative Grenzen zu überwinden, die für eine positive Entwicklung oft hinderlich sind. Ein positives Beispiel ist die Bündelung von Zuständigkeiten und  Kompetenzen, wie dies im Biosphärenreservat der Falls sei.
Anschließend besuchten die Gäste das PAHLHUUS und überzeugten sich auf einer Exkursion durch das Biosphärenreservat von der reichen Naturausstattung, landschaftlichen Schönheit und den positiven Beispielen einer nachhaltigen Regionalentwicklung in dieser ehemaligen Grenzregion.

Rainer Mönke


Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin

Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de