Biosphärenreservat Schaalsee in Brüssel präsent
Anlässlich der Ausstellungseröffnung „UNESCO Biosphärenreservate – Modellregionen von Weltrang“ in Brüssel stellt Klaus Jarmatz das Projekt „Klima - regional im Griff“ vor
Die Wanderausstellung „UNESCO Biosphärenreservate – Modellregionen von Weltrang“ wird zur Zeit in Brüssel, in der Landesvertretung von M-V, gezeigt.
In seiner Eröffnungsrede bezeichnete Minister Dr. Till Backhaus den Schutz der biologischen Vielfalt und die Entwicklung von Strategien für die globale und lokale Nachhaltigkeit als die Arbeitsschwerpunkte der Biosphärenreservate. Auch Karl Falkenberg, Generaldirektor Umwelt der Europäischen Union, rückte den Schutz der biologischen Vielfalt in den Fokus der Veranstaltung. Er kritisierte, dass keines der europäischen Länder das Ziel erricht habe, das Artensterben in Europa bis zum Jahr 2010 zu stoppen. Dieses Ziel war auf der sechsten Vertragsstaaten-Konferenz der UN-Konvention zum Erhalt der biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity – CBD) im April 2002 von hochrangigen Staatsvertretern aus aller Welt beschlossen worden. Bislang ohne Erfolg – die Verlustrate im Artensterben ist höher denn je. Er setze große Hoffnungen darauf, dass es in den UNESCO Biosphärenreservaten gelingen werde Modelle zu entwickeln, die zeigen wie man Natur und Umwelt nutzen kann, ohne sie zu zerstören, sagte Falkenberg. Denn nach wie vor seien in Europa die Intensivierung der Landwirtschaft und der ungebremste Flächenverbrauch die Hauptursache für den Rückgang der biologischen Vielfalt.
Klaus Jarmatz, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung Schaalsee, stellte dem internationalen Publikum in seinem Vortrag das Projekt „Klima regional im Griff“ vor, um zu verdeutlichen, wie im Biosphärenreservat Schaalsee, neben dem klassischen Naturschutz, auch neue Wege zum Schutz des Klimas und der Biodiversität gegangen werden. Als größter Flächennutzer in der Schaalseeregion ist die Landwirtschaft sowohl Hauptbetroffener des Klimawandels als auch Mitverursacher; z. B. durch Emission klimarelevanter Gase aus Tierhaltungen oder CO2-Freisetzungen bei stark humuszehrender Bewirtschaftung. Im Rahmen des Projektes werden beispielsweise, gemeinsam mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, Schulungen für Landwirte angeboten und auf Demonstrationsflächen nachhaltige und klimaschonenend Bewirtschaftungsmethoden untersucht. Außerdem wird der Einsatz verschiedener Energiepflanzen als Alternative zu Maismonokulturen in der Praxis erprobt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung regionaler Kreisläufe. Konsequenterweise gab es deshalb zum Empfang anlässlich der Ausstellungseröffnung ausschließlich Produkte aus den deutschen Biosphärenreservaten
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