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Pressemitteilung

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Pressemitteilung      19.10.2010     

Unterführungen retten Fischotter vor dem Unfalltod


Damit der Fischotter nicht unter die Räder kommt, hat die Biosphärenreservatsverwaltung gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung und der Stiftung Biosphäre Schaalsee  ein Brückenbau-Projekt ins Leben gerufen und mehrere Querungsmöglichkeiten für den Otter unter der Straße am Hammerbach in Bantin und Boissow geschaffen. 


Nur noch etwa 700 Fischotter leben in Deutschland,  erfreulicherweise gibt es sie auch im Biosphärenreservat Schaalsee.  Wie viele es sind, will sich Mathias Hippke von der Biosphärenreservatsverwaltung nicht festlegen. „Durch den regelmäßigen Nachweis von Trittspuren und Kot wissen wir, dass es an mehreren Gewässern Fischotter gibt aber wie viele es sind kann man daraus nicht ableiten.“ Denn die nachtaktiven Tiere können in einer Nacht bis zu 20 km zurücklegen und dabei an vielen verschiedenen Stellen ihre Spuren hinterlassen.

In der Wahl seines Reviers sehr anspruchsvoll braucht der Fischotter saubere, fischreiche Gewässer und abwechslungsreiche Uferbereiche mit vielen Versteckmöglichkeiten. Trifft er auf seinem Wanderungen entlang der Bäche und Flüsse auf eine Brücke, dann unterquert er diese nur, wenn das trockenen Fußes möglich ist.  Unter einer Brücke hindurchzuschwimmen, vermeidet der Fischotter.  Fehlen entsprechend große Trittsteine oder Laufbretter ( Otterbermen) wählt er den Weg über die Brücke – und wird dabei nicht selten  Opfer des Straßenverkehrs.   Um solche Verluste im Biosphärenreservat weitestgehend auszuschließen wurden nach den Brücken an der Schilde nun auch die  Brücken und Durchlässe am Hammerbach otterfreundlich gemacht. Die marode Brücke in Bantin wurde abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt; ein großer Gewinn auch für die Gemeinde Bantin. Steinpackungen unter der Brücke ermöglichen es dem Otter unter ihr hindurchzulaufen.  


Im Rahmen des Projektes wurden außerdem ein weiterer Durchlass in Bantin und die Brücke in Boissow mit einer Otterberme  bzw. einer Trockenröhre versehen und entlang des Hammerbaches heimische Gehölze angepflanzt.  Das freut nicht nur Otter und Biber sondern wertet auch das Landschaftsbild auf.  Da der Hammerbach in einem europäischen Schutzgebiet fließt („FFH-Gebiet Schaaletal mit Zuflüssen und nahegelegenen Mooren und Wäldern“) konnte das umfangreiche Projekt hauptsächlich über Gelder der EU und durch Landesmittel  finanziert  werden.  Für die Maßnahmen zum Otterschutz engagierte sich besonders die deutsche Wildtierstiftung.


Foto: Elke Dornblut

Margit Meergans von der Deutschen Umweltstiftung, Gerd Schriefer von der Stiftung Biosphäre Schaalsee sowie  Mathias Hippke aus der Biosphärenreservatsverwaltung Schaalsee  auf der neuen Brücke in Bantin. Unter dieser Brücke kann der Fischotter hindurchlaufen.


 


Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin

Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de