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pro Klimaschutz

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UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee als Modellregion für Klimaschutz und Klimaanpassung


Den UNESCO-Biosphärenreservaten als Modellregionen und Lernorten für eine nachhaltige Entwicklung wird eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Erprobung von Klimaschutzmaßnahmen und der Entwicklung von Klimaanpassungsstrategien zugewiesen (Internationale Leitlinien für UNESCO-Biosphärenreservate 2007, Potsdamer Klimakonferenzen 2006, 2007, 2008, Madrid Action Plan der UNESCO 2008).
Vor diesem Hintergrund startete das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee im November 2007 das langfristige Projekt „Klimaschutz- und Klimaanpassung in der Biosphärenreservatsregion Schaalsee“. Im Rahmen dieses ambitionierten Projektes, sollen das Thema Klimaschutz langfristig in alle regionalen Planungen, Entscheidungsprozesse und Handlungen eingebunden werden sowie entsprechende Projekte zur Klimavorsorge und zum Klimafolgenmanagement entwickelt und umgesetzt werden.
Diese Initiative des Biosphärenreservats Schaalsee stellt einen wichtigen Beitrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Umsetzung des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MaB) dar.


Studie „Regionale Bewertung des Klimawandels und Entwicklung von Klimaschutz-und Klimaanpassungsstrategien in der Biosphärenreservatsregion Schaalsee“

Deutsche Fassung (Download als PDF Datei 27 KB )

Englische Fassung (Download als PDF Datei  43 KB)


Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus M-V, der Stiftung Biosphäre und dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee wurde das Planungsbüro UmweltPlan GmbH (Stralsund/Güstrow) 2007 mit der Erarbeitung einer auf die Schaalseeregion bezogenen regionalen Klimastudie beauftragt. In der 2008 fertig gestellten Studie werden die zu erwartenden Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die, die Region prägenden Handlungsfelder (u. a. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz und Biodiversität) prognostiziert und regionalisierte Handlungsempfehlungen zur Klimavorsorge und –anpassung sowie Schlüsselprojekte formuliert. Damit liegen wichtige Grundlagen für die weiteren Planungen, die strategische Ausrichtung und Umsetzung des Gesamtprojektes sowie die Einbindung in regionale Planungs- und Entwicklungsprozesse vor.


Projektförderung durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee hat sich 2008 erfolgreich mit dem Projekt „Klima – regional im Griff“ für das Förderprojekt des BfN „ F + E-Vorhaben: „Biosphärenreservate als Modellregionen für Klimaschutz- und Klimaanpassung“ beworben, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird. Innerhalb dieses Vorhabens wurden Projekte in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft und Obstbau, Regionalvermarktung und Bildung für Nachhaltigkeit umgesetzt. Außerdem werden klimarelevante Projektinitiativen durch Beratungsleistungen und Netzwerkarbeit gefördert und optimiert. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre (bis September 2010).
Weitere Informationen zu den Projekten.


Renaturierungsvorhaben– Projekte zum Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Obwohl Moore und andere Feuchtgebiete nur etwa 3% der Landoberfläche der Erde einnehmen, befinden sich ca. 16 – 24% des in Böden festgelegten Kohlenstoffs im Torf der Moore. Sie spielen daher eine sehr wichtige Rolle im globalen Kohlenstoffhaushalt. Das gilt insbesondere für die Freisetzung des klimarelevanten Gases Kohlendioxid (CO2) bei der Entwässerung von Mooren. Angesichts des großen Umfangs der in Mooren akkumulierten Kohlenstoffmengen wird die besondere Relevanz dieser Ökosysteme als Kohlenstoffspeicher für das gegenwärtige und zukünftige Klimageschehen deutlich.
Informationen zu abgeschlossenen und geplanten Renaturierungsprojekten finden Sie hier.

Klimawaldprojekt Biosphärenreservat Schaalsee
Wälder stellen natürliche CO2 Senken dar, da die Bäume über die Photosynthese der At-mosphäre bereits emittiertes CO2 entziehen und es als Holzzuwachs in den Stamm ein-bauen. Der Waldboden ist ebenfalls ein bedeutsamer Kohlenstoffspeicher, der in unseren Breiten mindestens so viel Kohlenstoff enthält wie die Biomasse der Bäume. Walderhalt, Neuwaldbildung sowie eine nachhaltige Waldentwicklung stellen daher wichtige Beiträge zum Klima- als auch zum Ressourcenschutz im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee dar. Entsprechende positive Klimaschutzaspekte lassen sich bereits während der ersten beiden Jahrzehnte von Neuwaldanpflanzungen durch Gesamtminderungspotentiale von 5-20 t CO2/ha/Jahr ableiten (WEBER & MOSANDEL 2009). Mit der Initiative „Klimawald Bio-sphärenreservat Schaalsee“ sowie im Rahmen der landesweiten Aktion „Waldaktie“ (www.waldaktie.de) sollen in den nächsten Jahren vermehrt zur Verfügung stehende Flä-chen in der Region mit standortgerechten Gehölzen bepflanzt werden. Erste Klimawälder sind bereits in den Gemarkungen Neuenkirchen, Bantin und Dechow entstanden.

Kooperation mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft

Im Januar 2008 wurde eine langfristige Kooperationsvereinbarung zum Klimaschutz zwischen dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Landesgeschäftsstelle M-V, und dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee geschlossen. Der Verband will das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee bei der Umsetzung von regionalen Klimaschutzmaßnahmen und der Entwicklung von Klimaanpassungsstrategien unterstützen. Die Vereinbarung soll dazu beitragen, insbesondere in den Unternehmen eine nachhaltige und auf den Schutz der Ressourcen und des Klimas ausgerichtete Entwicklung zu erreichen. Vor allem soll dies durch eine Verbesserung der Energieeffizienz und durch die stärkere Nutzung regenerativer Energien geschehen. Dazu werden gemeinsame "Klimastammtische" für Unternehmen in der Region sowie kommunale Vertreter durchgeführt.


Regionales Klimanetzwerk

Mit dem 1. Klimagipfel Westmecklenburgs, der am 13. und 14. Oktober 2009 in Schwerin und Zarrentin am Schaalsee stattfand, hat der Regionale Planungsverband im Rahmen des Interreg-Projektes „BalticClimate“ den regionalen Diskurs zum Thema Klimawandel und Klimaanpassung aktiviert. Am ersten Tag in Schwerin standen im Rahmen des Verbundprojektes „MORO Nord“ Visionen zum Thema öffentlicher Verkehr im Mittelpunkt. Den zweiten Tag hat die Biosphärenreservatsverwaltung als Kooperationspartner im Interreg-Projekt „BalticClimate“ ausgerichtet. Zum Einstieg in das Thema ging es zunächst auf eine „Klima“-Tour“. In Neuenkirchen setzten rd. 40 Teilnehmer die ersten Spatenstiche für die Initiative „Klimawald Schaalsee“.
Im Rahmen einer dort verlesenen „Klimaerklärung“ sicherten die Gebietskörperschaften (Landkreise NWM, LWL, die kreisfreien Städte Schwerin und sowie die Hansestadt Wismar) dem Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg ihre Unterstützung bei seinen Aktivitäten zur Entwicklung von regionalen Handlungsstrategien zu. 

www.westmecklenburg-schwerin.de/de/projekte/klimawandel/