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Projekte / Naturschutz

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Artenschutz


Artenvielfalt ist Lebensqualität. Damit dies auch für kommende Generationen so bleibt, setzt sich das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee gemeinsam mit weiteren Unterstützern dafür ein, dass die große Zahl der verschiedenen Lebewesen, aber auch deren Lebensräume erhalten und verbessert werden. Einige aktuelle Projekte stellen wir hier vor:


Die Schaalseemarän
e (Coregonus holsatus)

Die ursprüngliche Schaalseemaräne gibt es im Schaalsee schon seit vielen Jahren nicht mehr. Das soll sich wieder ändern. In einem länderübergreifenden Artenschutzprojekt engagieren sich Fischer und Naturschützer für die Wiedereinbürgerung dieser endemischen Fischart im Schaalsee. Zur Zeit lebt sie in einer stabilen Population nur noch im Drewiter See/Alt Schweriner See. Dorthin gelangte sie durch Besatzmaßnahmen in den 1920er Jahren. mehr Infos zum Projekt

 


Der Fischotter

Die Deutsche Wildtier Stiftung und das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee haben in diesem Jahr ein gemeinsames Projekt zum Schutz des Fischotters gestartet. Für den Schutz des Fischotters im Biosphärenreservat wurden von der Deutschen Wildtier Stiftung 20 000 € Spendengelder eingeworben. Das Geld wird für die ottergerechte Umgestaltung von vier Brücken entlang der Schilde bei den Orten Woez, Döbbersen, Raguth und Karft eingesetzt. Als erster Schritt wurde im Dezember 2004 durch die Ranger der Biosphärenreservatsverwaltung mit der ottergerechten Umgestaltung der Brücke bei Döbbersen begonnen. Eine Konstruktion aus Eichenbohlen ermöglicht es dem Otter jetzt, die Brücke gefahrlos zu unterqueren.
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Rotbauchunke

In der Nähe der Ortschaft Lassahn wird seit vier Jahren ein Monitoring mit dem Ziel durchgeführt, den dortigen Bestand der stark gefährdeten Rotbauchunken zu kontrollieren sowie deren Wanderungen und Ausbreitung zu erfassen. In der Nähe von Hakendorf wurden im Jahr 2003 zwei Kleingewässer renaturiert, die noch im gleichen Jahr von den Rotbauchunken wiederbesiedelt wurden. Nur durch die  Renaturierung bzw. Neuanlage von Kleingewässern, sowie den strikten Schutz von vorhandenen Gewässern ist es möglich, eine Ausbreitung und Bestandssicherung der Rotbauchunken zu erreichen.
Artenschutz ist in diesem Falle vor allem Lebensraumerhaltung und –wiederherstellung.


Biber

Die seit kurzer Zeit über die Schaale am Hammerbach eingewanderten Biber werden regelmäßig im Bestand und in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Derzeit gibt es zwei Reviere. Es wurden Absprachen mit den Nutzern dieser Bereiche und dem zuständigen Wasser- und Bodenverband Boize-Sude-Schaale durchgeführt, um den gesetzlichen Schutz der Biber mit den wasserwirtschaftlichen Erfordernissen abzustimmen.
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Weißstorch

Im Jahr 2004 wurden im Biosphärenreservat Schaalsee 28 Weißstorchbrutpaare mit insgesamt 58 Jungstörchen gezählt. Der Bestand ist dabei als stabil anzusehen, insgesamt muss aber für den Weißstorch mehr getan werden. Wichtigste Maßnahmen ist dabei der Erhalt seines Lebensraumes und des Nahrungsangebotes. Der Storch ist nicht die einzige, wohl aber die bekannteste Art, die von Vernässungsmaßnahmen und Grünlandextensivierung profitiert. Verletzte Störche wurden durch das Amt einer Behandlung zugeführt und beschädigte oder absturzgefährdete Nistunterlagen erneuert.
Immer wieder wird das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee gebeten, Nisthilfen für den Storch aufzustellen. Diese Maßnahme ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Störchen in der Umgebung auch genügend Nahrung vorfinden.


Orchideen

Im Biosphärenreservat Schaalsee gibt es verschiedene Orchideenarten, z.B Fleischrotes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata), Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) und als große Seltenheit Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii). Diese Arten sind typische Vertreter der Kulturlandschaft. Mit Nutzungsaufgabe oder Intensivierung der Grünlandwirtschaft verschwinden auch diese Orchideen. Die meisten Orchideenbestände findet man heute auf Flächen, die durch Landschaftspflege erhalten werden oder auf extensivem Grünland. So können die Orchideenbestände im Kalkflachmoor bei Zarrentin nur durch den Einsatz ehrenamtlicher Naturschützer erhalten werden, indem die Flächen jährlich gemäht und von dem Mähgut beräumt werden. Ein weiteres Projekt zum Erhalt von Orchideenbeständen ist die Waldumwandlung bei Klocksdorf, die auf Anregung des NABU Nordwestmecklenburg durchgeführt wird.
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Artenschutz
Störche mit Jungen
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