BIOSPHÄRENRESERVATSAMT SCHAALSEE-ELBE - Naturschutz vorgestellt
Im Woitendorfer Wald wurden 27 Kleingewässer renaturiert. Vor der Renaturierung wurde über kleine Entwässerungsgräben das Wasser aus demWoitendorfer Wald direkt in den Röggeliner See abgeleitet. Diese Gräben wurden mit Lehmboden aus der Umgebung verschlossen. Der Wasserspiegel der Kleingewässer konnte dadurch um durchschnitt- lich 30 cm angehoben werden, wodurch eine zusätzliche Wasserfläche von mehr als 1 ha entstand. 16 Im Naturschutzgebiet „Kammerbruch“ bei Utecht wurden vier Kleingewässer neu an- gelegt. Das extensiv genutzte Feuchtgrünland mit seinen Gebüschen, Hecken und Brachen wurde dadurch ökologisch weiter aufgewertet und ist heute Lebensraum für Amphibien wie Laub- und Moorfrosch, aber auch für Reptili- en, viele Libellenarten und den Fischotter. PROJEKTBETEILIGTE • Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe • Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. • Gemeinden, Landwirte, Privatpersonen • Land Mecklenburg-Vorpommern und Europäische Union • Stiftung Biosphäre Schaalsee • Zweckverband„Schaalsee-Landschaft“ • Mit Unterstützung durch Hanns R. Neumann Stiftung und Engelbert und Hertha Albers-Stiftung B. Gebhard, Biosphärenreservatsamt Mathias Hippke Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe Um die Entwicklung der sanierten und neu angelegten Kleingewässer zu dokumentieren, erfasse ich an einigen Gewässern regelmäßig den Bestand an Libellen und anderen Arten. „Hier ist was los!“, denke ich jedes Mal, wenn ich eines der Gewässer besuche. Immer gibt es etwas zu entdecken: Im zeitigen Frühjahr sind es die Amphibien, die es aus ihren Winterverstecken zu den kleinen und flachen Wasserflächen treibt, um dort ihren Laich abzulegen. Zumeist sind es Teich-, Gras- und Moorfrösche und in der Abenddämmerung erwacht der Chor der Laubfrösche. Zeitgleich finden sich hier auch Graugänse, Höckerschwäne und Enten ein, um in der Ufervegetation oder auf einer künstlich angelegten Insel ihre Nester anzulegen. Wenn die Sonne höher steigt, patrouillieren hier bis zu 36 verschiedene bunte Libellenarten, um ihre Eier im Wasser oder an Pflanzenstengeln abzulegen, und darunter gehen diverse Was- serkäfer, Wasserwanzen, Egel und viele unscheinbare Wasserlebewesen auf Jagd. Interessant auch die zahlreichen Trittsiegel und Suhlen, die vom Besuch nachtaktiver Säugetiere wie Reh, Hirsch, Wildschwein, Fischotter und Waschbär zeugen.
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