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Pressemitteilung

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Presseinformation        13.04.2008

Fachkolloquium zum 10jährigen Bestehen
des PAHLHUUS

„Das UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee – Impulsgeber für den nachhaltigen Tourismus“


Anlässlich des 10 jährigen Jubiläums des PAHLHUUS  in Zarrentin  fand in dieser Woche ein Fachkolloquium für Touristiker, Gemeindevertreter und Partner des Biosphärenreservates statt. Analysiert wurde vor allem die Wirkung des Biosphärenreservates auf die touristische Entwicklung der Region. In diesem Jahr wird im PAHLHUUS der 500 tausendste Besucher erwartet. „Die Ausstellung im PAHLHUUS ist auch am Wochenende geöffnet und für viele Besucher des Biosphärenreservates die erste Anlaufstelle. Hier kann man Wanderkarten und Infomaterial erwerben und sich nach Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants erkundigen. Eigentlich wissen wir ganz gut was die Urlauber wollen aber wir wollten es noch genauer wissen“. sagt Klaus Jarmatz Leiter des Biosphärenreservates Schaalsee.
Aus diesem Grund wurde die Firma Hopp und Partner aus Berlin mit einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Messung der Effekte des Biosphärenreservates Schaalsee auf die regionale Wertschöpfung beauftragt. Für die Studie wurden im Jahre 2007 eine Besucherzählung, eine repräsentative Besucherbefragung  sowie eine Wertschöpfungsanalyse für die Schaalseeregion durchgeführt. In die Besucherbefragung flossen 501 persönliche Interviews ein.
Trotz eines verregneten Sommers und der Vollsperrung der Haupteinfahrt in das Biosphärenreservat  (Schaalebrücke) zeichnet die Untersuchung ein überaus positives Bild für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in der Biosphärenreservatsregion.


Die Hochrechnung für 2007 ergibt die Zahl von 173 000 Gästen, die innerhalb des Jahres das Biosphärenreservat besucht haben. Zwei Drittel sind Wiederholungsbesucher. Im Durchschnitt haben die Gäste die Schaalseeregion bereits dreimal vorher besucht. Tagesgäste kommen zu mehr als vier Fünftel aus den umliegenden drei Bundesländern Schleswig Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommern. Mehrtagesgäste kommen dagegen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Motive für den Besuch des Biosphärenreservates werden dominiert vom Themenfeld „Naturerlebnis“. Die Gäste möchten die Region kennen lernen, die Natur erleben, spazieren gehen oder in der Natur entspannen. Knapp ein Drittel der Besucher sind Biosphärenreservats- Touristen im engeren Sinn. Für sie spielt der Schutzstatus Biosphärenreservat eine große oder sehr große Rolle für ihren Besuch. Die Gesamtzufriedenheit der Besucher ist insgesamt sehr hoch: 43 % aller Besucher sind sehr zufrieden, weitere 45 % sind immerhin zufrieden. Entsprechend hoch ist die Wiederbesuchsabsicht: 72%  geben an, ganz sicher bzw. sehr wahrscheinlich wieder zu kommen.
Die Gesamtausgaben der Jahresgäste lösten einen Bruttoumsatz von 6, 05 Mio. Euro aus. Jeder Besucher gab täglich im Durchschnitt etwa 35 Euro in der Schaalseeregion aus. Für 31 % der Gäste war der Schutzstatus Biosphärenreservat das ausschlaggebende Kriterium für ihren Besucher in der Region.  Durch diese "Biosphärenreservatstouristen" ergeben sich Einkommenseffekte in Höhe von knapp 1 Mio Euro und damit ein Erwerbstätigenäquivalent von mindestens 30 Personen. Wichtigster Kritikpunkt der Besucher war die nicht ausreichende Infrastruktur für den Fahrradtourismus.  Hier gilt es, auf Landesebene und auf kommunaler Ebene entsprechende politische Entscheidungen zur Umsetzung des vorhandenen Radwegekonzeptes zu treffen.
Eine Zusammenfassung der Studie findet man unter www.schaalsee.de


Pressekontakt
Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
Elke Dornblut
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin

Tel.: 038851 / 30229
Fax: 038851 / 30220
E-Mail: e.dornblut.br@schaalsee.de