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Pressemitteilung

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Der See Bosumtwe zu Gast am Schaalsee

Austausch mit Vertretern des UNESCO-Biosphärenreservates aus Ghana, Westafrika

 

Wie kann die Zusammenarbeit im Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate konkret gelebt werden? Zwei UNESCO-Biosphärenreservate haben offiziell eine Absichtserklärung für die zukünftige Kooperation, den Austausch und Wissenstransfer unterzeichnet: das UNESCO-Biosphärenreservat Lake Bosumtwe, welches im Jahr 2016 von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet wurde und das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, seit 2000 anerkannt. 

 

Vom 19. bis 25. August 2018 werden vier Expertinnen und Experten vom Biosphärenreservat See Bosumtwe (Biosphere Reserve Lake Bosomtwe) zu einem Gegenbesuch am Schaalsee sein, um sich vor Ort zu konkreten Projekten und der gemeinsamen Umsetzung auszutauschen. Im Beisein von Minister Dr. Till Backhaus werden Sie eine Absichtserklärung für die weitere Zusammenarbeit unterzeichnen. 

 

Vorausgegangen ist, auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission, die Anfrage durch die Verwaltung des Biosphärenreservates Bosomtwe (Environmental Protection Agency of Ghana) an das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, da dieses langjährige Erfahrungen in der Umsetzung von Biosphärenreservaten aufweist. Darüber hinaus haben beide Gebiete ähnliche Aufgaben in der Umsetzung zu bewältigen.  Bereits vom 24. bis 30. September 2017 fand ein erstes Arbeitstreffen mit Vertretern der beiden Biosphärenreservate im Südosten von Ghana, dem Lake Bosumtwe, statt. Der einzige natürliche See Ghanas entstand vor knapp einer Million Jahren durch einen Meteoriteneinschlag und hat sowohl eine hohe wirtschaftliche als auch spirituelle Bedeutung. 

Im Mittelpunkt dieses Austausches standen verschiedene Themen und Aufgabenstellungen, die die beiden durch große Süßwasserseen geprägten UNESCO-Biosphärenreservate betreffen. Im gemeinsamen Gesprächen, Vorortbesuchen und Workshops kristallisierten sich verschiedene Punkte heraus, die nun beim Besuch vor Ort in der Schaalseeregion vertieft und konkretisiert werden. 

Dazu zählen die Etablierung eines nachhaltigen Tourismuskonzeptes, der Austausch zu regionalen Maßnahmen des Klimaschutzes und Anpassungsstrategien in beiden Biosphärenreservaten, die Beratung und Unterstützung zur Konzeption und Errichtung eines Besucherinfozentrums sowie der Wissenstransfer zu Angeboten der Besucherinformation und Angebote von Naturführungen. Aber auch Projekte im Naturschutzbereich sowie der Austausch und die Unterstützung bei der Umsetzung von Bildungsprogrammen stehen im vielseitigen Exkursionsprogramm. 

 

Der internationale Austausch wird durch ein Förderprojekt des Bundesamtes für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit gefördert sowie von der Stiftung Biosphäre Schaalsee unterstützt. 

Durch diesen Austausch leisten die beiden UNESCO-Biosphärenreservate einen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Akteuren aus Regionen in Afrika und in Europa. Insgesamt gibt es weltweit 686 UNESCO-Biosphärenreservate in 122 Ländern.