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Pressemitteilung

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Presseinformation                 17.06.2019

Die Ursachen des Insektenrückgangs werden unterscht
Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe beteiligt sich an bundesweiter Erfassung  

 

Die Krefelder Studie belegte im Jahr 2017 wissenschaftlich das Insektensterben: über einen Zeitraum von 30 Jahren wurde ein Rückgang des Insektenbestandes um 75 % dokumentiert. Trotzdem sind weitere Forschungen und Untersuchungen notwendig, um die Ursachen des drastischen Rückgangs zu erforschen.


Ein deutschlandweites Langzeitprojekt des Helmholtz-Zentrums in Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken soll Informationen zur Insektenmasse erfassen. Dazu wurden in den beiden UNESCO-Biosphärenreservaten Schaalsee und Flusslandschaft Elbe M-V insgesamt vier sogenannte Malaisefallen aufgestellt. 


Benannt nach dem schwedischen Forscher Malaise werden weltweit Insektenerfassungen durch diese effektive und standardisierte Methode durchgeführt, so dass eine gute Vergleichbarkeit mit anderen Gebieten und Lebensräumen gegeben ist. Die leicht aufzustellende Falle besteht aus einem Moskitonetz. Die flugaktiven Insekten fliegen gegen die Mittelwand und werden durch einen Lichttunnel an die Spitze der Falle und somit zum Fangbehälter geführt. 

 

Die vier Fallen sind über einen Zeitraum von zehn Jahren, jeweils von April bis Oktober an Standorten bei Utecht, Woez, Jessenitz sowie Rüterberg aufgestellt. Somit sollen vergleichbare Daten aus den verschiedenen Lebensräumen, wie Feuchtgrünland, Brache oder Magerrasen, sowie den angrenzenden Nutzungsformen erhoben werden.


Alle 14 Tage werden die Fangbehälter gelehrt und deutschlandweit durch ein Zentrallabor mittels DNA-Analyse ausgewertet. Dadurch können die verschiedenen Arten und die entsprechende Anzahl  der Individuen ermittelt werde. Ziel der bundesweiten Auswertung der Daten ist es, langfristige Aussagen zur Bestandsentwicklung von Fluginsekten treffen zu können.