Bauarbeiten für dritten Drainteich bei Hakendorf haben begonnen

Zur Verbesserung der Wasserqualität des Schalsees wurden bereits zwei funktionstüchtige Drainteiche südlich von Hakendorf / Lassahn gebaut. Nun steht der Bau eines dritten Drainteiches an und seit einigen Tagen sind die Baufahrzeuge bei der Arbeit.

 

Vier Personen stehen an einer Baugrube, sie besprechen die Baummaßnahmen am Drainteich bei Lassahn. © S. M. Schiewer
Bauberatung für die Bauarbeiten am dritten Drainteich südlich von Hakendorf: Peter Heyens (Ranger Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe) Heimo Wittenburg (Ingenieurbüro), Frank Bannmann (Baufirma Fritz Siemers KG) und Daniela Bauer vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe im Gespräch. v.l.n.r

Im Jahr 2015 wurde eine Konzeptstudie zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Schaalsees erarbeitet. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Belastung mit Phosphor zu hoch ist und dringender Handlungsbedarf besteht, um die Wasserqualität des Sees zu verbessern. Deshalb wurden unter anderem bereits zwei funktionstüchtige Drainteiche südlich von Hakendorf / Lassahn gebaut. Nun steht der Bau eines dritten Drainteiches an und seit einigen Tagen sind die Baufahrzeuge bei der Arbeit.
 

Der Aushub, der bei den Bauarbeiten für den Teich anfällt, wird genutzt, um einen Knickwall anzulegen, der mit standorttypischen Feldgehölzen bepflanzt werden wird. Diese Hecke soll einerseits Lebens- und Rückzugsraum für Pflanzen- und Tierarten bieten, als Erosionsschutz fungieren und zudem den Eintrag von weiteren Nährstoffen in den See vermindern. Parallel zur Hecke wird eine Wandermöglichkeit geschaffen. Wall und Hecke werden entlang des Weges immer wieder unterbrochen, um Spaziergängern den Blick Richtung Schaalsee zu ermöglichen.  Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Februar abgeschlossen sein. Aufgrund der Wetterlage kann es immer wieder zu Baustopps kommen.
 

Die Drainteiche haben zum Ziel, dass abfließende Wasser von den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen zu sammeln. Wasserpflanzen im Teich nehmen einen großen Teil der Nährstoffe auf, bevor das Wasser über einen Überlauf weiter in den Schaalsee fließt. Untersuchungen haben ergeben, dass bis zu 50 % der Nährstofffracht in den Teichen verbleibt und auf den Teichgrund sinken. Diese abgesetzten Schwebstoffe werden später wieder ausgebaggert und als Dünger den landwirtschaftlichen Flächen wieder zugeführt.


Die Drainteiche bei Hakendorf leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität des Schaalsees. Die beiden bestehenden Teiche bereichern die Landschaft und haben sich bereits zu einem Lebensraum für Amphibien, Insekten sowie andere Wildtiere entwickelt.

Finanziert wird die Maßnahme aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Eine Frau mit roter Mütze zeigt auf eine Baugrube, sie erläutert den umstehenden Personen die Baummaßnahmen am Drainteich bei Lassahn. © S. M. Schiewer
Die Bauarbeiten für den dritten Drainteich südlich von Hakendorf haben begonnen. Daniela Bauer vom ...
Die Bauarbeiten für den dritten Drainteich südlich von Hakendorf haben begonnen. Daniela Bauer vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe erläutert die Baumaßnahmen.
Vier Personen stehen an einer Baugrube, sie besprechen die Baummaßnahmen am Drainteich bei Lassahn. © S. M. Schiewer
Bauberatung für die Bauarbeiten am dritten Drainteich südlich von Hakendorf: Peter Heyens (Ranger Biosphärenreservatsamt ...
Bauberatung für die Bauarbeiten am dritten Drainteich südlich von Hakendorf: Peter Heyens (Ranger Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe) Heimo Wittenburg (Ingenieurbüro), Frank Bannmann (Baufirma Fritz Siemers KG) und Daniela Bauer vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe im Gespräch.
Ein Bagger bei den Bauarbeiten im Biosphärenreservat Schaalsee. © S. M. Schiewer
Je nach Wetterlage kann es immer wieder zu Baustopps kommen.
Je nach Wetterlage kann es immer wieder zu Baustopps kommen.