Drainteiche verbessern die Wasserqualität des Schaalsees

Mitarbeitende der Wasserbehörden der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee zu einem Austausch über die Wirkungsweise von Drainteichen getroffen.

Teilnehmende machen sich ein Bild vom Drainteich Nord. © S. Herzog
Teilnehmende machen sich ein Bild vom Drainteich Nord.

Bei einer Exkursion zu den drei Drainteichen bei Lassahn, die in den Jahren 2016, 2019 und 2022 durch das Biosphärenreservatsamt errichtet wurden, konnten sich die Teilnehmenden ein Bild von der Größe und dem Einzugsgebiet der Drainteiche machen. 
 


Durch die Teiche wird das Drainagewasser von den umliegenden Feldern zwischenzeitlich gesammelt, so dass Phosphor und Stickstoff nicht mehr - wie früher - direkt in den Schaalsee geleitet werden. Durch die Aufenthaltszeit in dem Teich kann das Wasser auf natürliche Weise vorgereinigt werden.

Die Drainteiche funktionieren nach dem Prinzip einer Pflanzenkläranlage: Wasserpflanzen nehmen einen großen Teil der Nährstoffe auf und Schwebstoffe sinken zu Boden, bevor das Wasser als offenes Gewässer weiter in den Schaalsee fließt. Untersuchungen haben ergeben, dass bis zu 60 % der Nährstofffracht in den Teichen verbleibt.

Die Drainteiche bei Lassahn leisten damit einen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität des Schaalsees. Darüber hinaus bereichern sie die Landschaft als Lebensraum u.a. für Amphibien, Insekten und Vögel.

Kurz nach dem Bau: der Drainteich Mitte eingebettet in einen Grünlandgürtel am Schaalsee. © Biosphärenreservatsamt
Kurz nach dem Bau: der Drainteich Mitte eingebettet in einen Grünlandgürtel am Schaalsee.
Sieben Jahre nach dem Bau hat sich eine üppige Vegetation am Drainteich Mitte entwickelt. © S. Herzog
Sieben Jahre nach dem Bau hat sich eine üppige Vegetation am Drainteich Mitte entwickelt.
Tief eingebettet liegt der Drainteich Süd vor dem Waldstreifen zum Schaalsee. © B. Gebhard
Tief eingebettet liegt der Drainteich Süd vor dem Waldstreifen zum Schaalsee.