Kuratorium für das Biosphärenreservat Schaalsee blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurück

Am 26.11. fand im Dechower Dorfgemeinschaftshaus die 41. Sitzung des Kuratoriums für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee statt. Die Veranstaltung begann mit einer Führung über den Gedenk- und Lernpfad für das geschleifte Dorf Lankow.

 

Führung über den Gedenk- und Lernpfad durch das geschleifte Dorf Lankow © A. Hollerbach
Führung über den Gedenk- und Lernpfad durch das geschleifte Dorf Lankow.

Am 26.11. fand im Dechower Dorfgemeinschaftshaus die 41. Sitzung des Kuratoriums für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, unter Leitung von Heike Scholz, Beigeordnete des Landkreises Ludwigslust-Parchim, statt. 

Das Kuratorium für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee unterstützt seit 1998 die Arbeit des Biosphärenreservatsamtes in der Schaalseelandschaft. Es besteht aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Akteursgruppen der Biosphärenreservatsregion. So sind z.B. die Gemeinden der Schaalseeregion, der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kuratorium vertreten. Auf der zweimal jährlich stattfindenden Sitzung geht es vor allem darum, sich gegenseitig über aktuelle Projekte zu informieren sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufzuzeigen und zu optimieren.

Die Veranstaltung begann mit einer Führung über den Gedenk- und Lernpfad für das geschleifte Dorf Lankow, unter Leitung von Luisa Taschner vom Grenzhus Schlagsdorf. Zum Beginn der Sitzung informierte Anke Hollerbach über wesentliche Aktivitäten des Biosphärenreservates in den Bereichen Naturschutz und Regionalentwicklung im Jahr 2024. Dazu gehören z.B. die Fortführung der Arbeiten im Roggendorf Moor und der Beginn der Renaturierung des Tessiner und des Schönwolder Moores, sowie die Sanierung von Kleingewässern bei Bernstorf und bei Boize. Auch von Seiten der Gemeinden wurden mehrere relevante Projekte vorgestellt. 

Im Weiteren lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Ideenfindung für Projekte zur Schaffung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Hanna Kramer vom Institut für ländliche Strukturforschung (IFLS) stellte hierzu ein Projekt vor, in dem das Biosphärenreservat Schaalsee neben zwei weiteren deutschen Biosphärenreservaten als Modellregion ausgewählt wurde. Nach der Vorstellung des Projekts wurden in drei Arbeitsgruppen erste Ideen gesammelt. Im ersten Halbjahr 2025 wird das IFLS hierzu weitere Interviews führen und zu zwei Workshops einladen.

Zur 41. Sitzung des Kuratoriums Schaalsee trafen sich verschiedene Vertreter . © S. Hoffmeister
Zur 41. Sitzung des Kuratoriums Schaalsee trafen sich Vertreter der Landkreise Ludwigslust Parchim und Nordwestmecklenburg, Vertreter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe sowie Vertreter der Gemeinden und weiterer verschiedener Institution im Dorfgemeinschaftshaus in Dechow.