Naturschutz und Erholung profitieren von EU- und Landes-Förderung

Am 17. Juli 2026 überreichte Minister Dr. Till Backhaus im Pahlhuus dem Zweckverband Schaalsee-Landschaft und der Stiftung Biosphäre Schaalsee Fördermittelbescheide in Höhe von 526.506 Euro. Durch diese Mittel wird der Naturschutz im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee durch EU- und Landesmittel unterstützt.

Fördermittelübergabe durch Minister Dr. Backhaus an den Zweckverband Schaalsee-Landschaft und die Stiftung Biosphäre Schaalsee im Pahlhuus © S. Herzog
Fördermittelübergabe durch Minister Dr. Backhaus (2.v.l.) an den Zweckverband Schaalsee-Landschaft und die Stiftung Biosphäre Schaalsee im Pahlhuus

So können Flächen im Bereich des Tessiner Moores und bei Carlow angekauft werden. Darüber hinaus können in den vier Naturschutzgebieten Kammerbruch, Techin, Bernstorfer Binnensee und in der Moorrinne von Klein Salitz bis zum Neunkirchener See Maßnahmen umgesetzt werden. Diese Maßnahmen haben sich aus einem von der Biosphärenreservatsverwaltung beauftragten Gutachten zur Evaluierung der Naturschutzgebiete ergeben. 
 

In dem Gutachten der „Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung mbH“ wurden Defizite, insbesondere in der Grünlandentwicklung deutlich. Durch die nun bereitgestellten Gelder sollen auf Grünlandflächen und Trockenrasen der Gehölzbewuchs zurückgedrängt werden und die Flächen danach extensiv bewirtschaftet werden. Weiterhin ist vorgesehen, den natürlichen Wasserrückhalt und damit die Grundwasserneubildungsrate auf einigen Flächen zu verbessern.

Neben den Naturschutzmitteln wurden der Biosphärenreservatsverwaltung Gelder der EU und des Landes für eine 12 m lange Fuß- und Radbrücke über die Schilde bei Raguth in Höhe von 360.136 Euro übergeben. Die ehemalige Brücke ist seit ca. 10 Jahren nicht mehr vorhanden.
 

Wenn bis spätestens 2028 die Brücke wieder errichtet ist, wird auch der beliebte Räuberweg, der zwischen Raguth und Boddin verläuft, wieder durchgängig für die Bevölkerung und Besucher begehbar sein. 

Durch die enge Kooperation zwischen Biosphärenreservatsverwaltung und der Gemeinde Wittendörp wird es ermöglicht, dass auf der Grundlage einer Nutzungsvereinbarung die dauerhafte Unterhaltung der Fuß- und Radbrücke durch die Gemeinde erfolgt.

Der Fördermittelbescheid für die Brücke wurde direkt vor Ort an der Schilde bei Raguth übergeben. © H. Schütze
Der Fördermittelbescheid für die Brücke wurde direkt vor Ort an der Schilde bei Raguth übergeben.