Themenbereich: Lebensräume im Biosphärenreservat

„Wiesen, Hecken und Wälder – anhand dieser Lebensräume lernen die Teilnehmenden, dass jeder Lebensraum mit seiner individuellen Tier- und Pflanzenwelt wertvoll und für uns eine wichtig Lebensgrundlage ist. Spielerisch und informativ tauchen wir ein, in wichtige Grundlagen eines intakten Ökosystems und Merkmale unseres Biosphärenreservates.“

Sven Schmidt mit typischer Rangerkleidung und Hut.
Sven Schmidt Ranger

Rangerin läuft mit Kindern über eine Wiese. © S. Gohlke
Rangerin mit Kindern unterwegs in der Natur.

Bei dem als Spurensuche vorbereiteten Bildungsangebot, lernen die Kinder den Lebensraum und die Lebensweise von Rotfuchs, Feldhase oder Waldmaus kennen. An fünf Stationen erfahren die Kinder warum Schutz, Wasser, Luft und Nahrung für alle Lebewesen unentbehrlich sind. Auf spielerische Weise lernen sie die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Lebewesen kennen. Am Ende der Spurensuche erleben alle Kinder eine Traumreise mit Schlaupfote, Fadenschwanz oder Löffelohr.


Zielgruppe: Klasse 1 - 2 
Dauer: 3 - 3,5 Stunden

Eine Heckenrose mit einem verschneiten Feld im Hintergrund. © H. Schütze
Die Hecken-Rose ist die in Europa am häufigsten vorkommende Wildrosenart.

Feldhecken übernehmen wichtige Funktionen in unserer Kulturlandschaft. Sie dienen vielen Tieren als Versteck und verbinden unterschiedliche Lebensräume miteinander. Hauptteil des Bildungsangebotes ist die Erstellung eines Steckbriefes von einem Strauch mit seinen typischen Merkmalen. Außerdem lernen die Kinder typische „Bewohner der Hecke“ auf spielerische Art und Weise kennen.


Zielgruppe: Klasse 1 - 3 
Dauer: 2-3 Stunden 

Rangerin sitzt mit zwei Kindern auf einer Wiese, welche sich diese genauer betrachten. © P. Neumann
Rangerin Simone Schneider aus dem Biosphärenreservat mit Kindern auf Erkundung des Lebensraums Wiese.

Eine Wiese ist mehr als nur Gras. Wiesen sind artenreiche Lebensräume für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Im Biosphärenreservat gibt es unterschiedliche Wiesentypen: besonders geschützte nasse und trockene Wiesen, Streuobstwiesen und für die Beweidung genutzte Wiesen. Bei dem Bildungsangebot steht die Bedeutung der Wiese als Lebensraum und die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Lebewesen im Vordergrund. Beim Vernetzungsspiel lernen die Kinder Nahrungsketten kennen. Mit Becherlupen ausgerüstet gehen die Teilnehmenden selbst auf Insektensuche und erleben ihr eigenes Wiesen-Wunder.
 

Zielgruppe: Klasse 3 - 4
Dauer: 3,5 Stunden 

Kinder beobachten kleine Fische in wassergefüllten Lupengläsern. © U. Müller
Kinder begutachten Gewässerlebewesen in Lupengläsern im Biosphärenreservat.

Gewässer die wir in der Natur vorfinden sind entweder fließend oder stehend. Aber was unterscheidet einen Teich von einem See und ab welcher Breite wird ein Fließgewässer als Fluss bezeichnet? Wie nutzt der Mensch Seen oder Flüsse? Wodurch wird Wasser verschmutzt?

Um die Beantwortung dieser Fragen, wird es in diesem Bildungsprogramm gehen. Außerdem werden die Teilnehmenden selbst aktiv und untersuchen ein Gewässer nach Temperatur, pH-Wert und Wasserhärte.
 

Zielgruppe: Klasse 4
Dauer: 2 - 2,5 Stunden 

Ein toter Baum am Waldwegesrand. © S. Hoffmeister
Totholz als Lebensraum im Biosphärenreservat nahe des Kirchensees.

Naturnahe Wälder sind artenreiche Lebensräume für vieleverschiedene, auch besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten.
In den Kernzonen der Biosphärenreservate gibt es naturbelassene Waldgebiete mit viel stehendem und liegendem Totholz, im Unterschied zu bewirtschafteten Wäldern mit fast nur gleichaltrigen Bäumen. Bei dem Bildungsangebot steht die Bedeutung des Waldes als Lebensraum und die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Lebewesen im Vordergrund. Die Teilnehmenden lernen, dass viele Tier-, Vogel- und Insektenarten an Totholz als Lebensraum gebunden sind und dass diese Arten unter besonderem Schutz stehen.
 

Zielgruppe: Klasse 3 - 6
Dauer: 2 - 3 Stunden 

Ein Buchenwald mit herbstlich gelb und braun gefärbten Blättern. © R. Colell
Ein Buchenwald im Biosphärenreservat im Herbst.

Der Wald hat viele Funktionen: er produziert Sauerstoff, bietet Erholung, reinigt die Luft, liefert Holz, speichert und reinigt Wasser, ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und noch vieles mehr. Dieses Bildungsangebot bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit sich den Wald einmal genauer anzuschauen.

In Gruppenarbeit wird ein Waldgebiet nach den dort vorkommenden Baumarten, Tierarten bzw. erkennbaren Tierspuren, Bodenlebewesen und Stadien der Laubzersetzung und erkennbaren Folgen des Klimawandels anhand von vorbereiteten Arbeitsbögen und Bestimmungshilfen untersucht.
 

Zielgruppe: Klasse 9 - 10
Dauer: 2 - 3 Stunden 

Pilze auf dem Waldboden umgeben von Blättern. © Biosphärenreservatsamt
Der Boden des Biosphärenreservats als Lebensraum auch für Pilze.

Mit den Teilnehmenden werden zu Beginn drei Leitfragen erarbeitet, die mithilfe des neu erlangten Wissens am Ende der Veranstaltung beantwortet werden sollen. 
Das Bildungsangebot beginnt mit dem Aufbau des Bodens, um daraufhin mithilfe einer „Bodenleiter“ selbst die obersten Schichten eines Waldbodens zu untersuchen. Die Teilnehmenden werden dabei verschiedene Bodenlebewesen in den Schichten kennenlernen und bestimmen. Anknüpfend wird mithilfe der gefundenen Lebewesen auf ihre ökologische Rolle und auf die Bodenentstehungsprozesse eingegangen. Da Bodenlebewesen auch für die Bodenqualität eine Rolle spielen, und um einen Lebensweltbezug herzustellen, wird zuletzt auch auf die Düngung im Garten eingegangen. 
 

Zielgruppe: Klasse 3 - 6
Dauer: 3 - 4 Stunden